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Mein musikalischer Lebenslauf: Christoph Wald
Mein Weg zur Musik begann erst einmal mit Verweigerung: So wollte ich aus Prinzip schon mal nicht, wie es meine andernen Schulkollegen taten, Blockföte lernen. Blasinstrumente waren mir ab diesem Zeitpunkt absolut suspekt. So versuchten mich denn meine Eltern ein wenig später zum Gitarren- und Pianospiel zu überreden, was wiederum fehlschlug. Sollte ich ein Totalverweigerer werden? Wenn Sie das glauben, ist der Text hier zuende, und das wäre doch schade. Nein, es kam alles anders. So sprang mich mit 10 Lenzen dann ein Instrument an, was mich für mein weiteres Leben tief prägen sollte, das Schlagzeug. Ich nahm also bereitwillig meinen Unterricht und begann an meiner Karriere als Drummer zu schrauben. Mit 15 Jahren gründete ich meine erste Punkband “Deponie” und von da an begann eine Musikalische Odyssee. Irgendwie versuchte ich so viele Musikstile unter einen Hut zu bekommen, wie nur irgend möglich. Punk reichte da nicht mehr, nein, jetzt mussten auch noch Bigbandjazz und Klassik dran glauben. Manch einer mag jetzt denken “welch eine Blasphemie”, jedoch ist hier noch nicht schluss mit der Irrfahrt. Als ich dann mit nun 21 Jahren in die Welt hinauszog, um irgend einen Blödsinn zu studieren, entdeckte ich eine Musik, die mir bis dahin verschlossen war, den Rock´n´Roll. So begann ich dann in der paderborner Band “Dr.Cash” als Drummer mein Unwesen zu treiben, was auch recht lange gut ging. Nun ja, auf grund von zu unterschiedlichen Ansichten trennte man sich dann (schnief) schließlich und ich setzte meine Irrfahrt fort um dann langsam zu der einzig wahren Musik geführt zu werden, die sich Blues nennt. Eigentlich war ich zu dem Zeitpunkt auch genau in der richtigen Stimmung für diese Musik, aber ich sollte ihr noch nicht in ihrer traditionellen reinen Form begegnen und klopfte zunächst bei einer paderborner Bluesrock Band namens “T-Bird” an. Man wunderte sich sehr über mich, denn “wie kann denn so ein Jungspund schon den Blues haben?” Ich konnte sie jedoch sehr schnell davon überzeugen, dass ich ihn latent schon in mir trug, und so begann ich den Blues zu rocken. Es war leider eine sehr kurze, aber jedoch sehr schöne Zeit mit den Jungs, aber wenn zwei Gitarristen sich nur duellieren, kann das nicht lange gut gehen. Also hieß es nach ca. 1,5 Jahren wieder “hit the road hard man” und ich war wieder auf der Suche nach meiner wahren Bestimmung als Trommler. Die Suche führte mich dann wieder weg vom Blues, hin zum Heavy Metal und Alternative Rock. Die Band Peak Search wurde meine neue Heimat und man hatte sich lieb. Rein musikalisch hatte sich alles zum Guten entwickelt und ich war zufrieden. Jedoch suchte uns im Jahre 2003 ein schwerer Schicksalsschlag heim, wir wurden ausgeraubt. Bis auf meine Wenigkeit hatten alle Bandmitglieder wichtige Teile ihres Equipments eingebüßt, was es ihnen unmöglich machte, weiter zu musizieren. Es kehrte zunächst Stille ein (bis die Versicherung dann endlich zahlte), was ich so gar nicht akzeptieren konnte, und so klagte ich meinem Arbeitskollegen Ingo Eikel mein Leid, dass ich bald an dicken Finger sterben würde. Er erbarmte sich meiner und führte mich zu seinen Mannen, der Bluesband U.S.E.D. So schloss sich dann der Kreis. Das Schicksal hatte mich zum Blues zurückgeführt. Bei U.S.E.D. erlangte ich nun meine Erfüllung als Blues-Drummer und hatte endlich meine Bestimmung gefunden. Die Irrfahrt war beendet. Amen.
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